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Informationen zu Wittenberg
Die Lutherstadt Wittenberg ist die Kreisstadt des Landkreises Wittenberg im östlichen Teil des deutschen Bundeslandes Sachsen-Anhalt.
Herausragende Bedeutung erlangte Wittenberg als eines der wichtigsten deutschen Zentren politischer, kulturgeschichtlicher und künstlerischer Bestrebungen im 16. Jahrhundert. Die weltberühmten Reformationsstätten in der Altstadt und in verschiedenen Epochen entstandene Gebäude bilden das architektonisch reichhaltige Bild der Stadt Wittenberg. Die Wirkungsstätten Martin Luthers, Philipp Melanchthons und Lucas Cranachs werden bereits seit Jahrhunderten von internationalen Gästen aufgesucht. Das Lutherhaus, das Melanchthonhaus, die Stadt- und Schlosskirche sind als Luthergedenkstätten seit 1996 Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Wittenberg war Hauptstadt des sächsischen Kurkreises und einst herzogliche und kurfürstliche Residenz Sachsens.
Das Wappen der Stadt Wittenberg vermittelt mit seinen Symbolen ein Stück Stadtgeschichte. Am 27. Juni 1293 wird Wittenberg durch Herzog Albrecht II. das Stadtrecht verliehen. Es entsteht eine mittelalterliche Stadtgemeinde mit dem Rat als oberstem Verwaltungsorgan. Diesem Rat, erstmals 1317 nachgewiesen, überträgt man die Aufgabe, die Stadt im Innern durch Recht und Gesetzgebung zu regieren und die städtischen Einnahmen zu verwalten. Zur Beurkundung gebrauchte die Verwaltung ihr eigenes Siegel. Eine Darstellung auf dem vermutlich ältesten Wittenberger Stadtsiegelstempel, den die Verwaltung nutzte, und der aus der l. Hälfte des 14. Jahrhunderts stammt, bildet in ihren Grundzügen die Vorlage für verschiedene Stadtwappen bis in die heutige Zeit. Das Wappen symbolisiert, durch die mit Zinnen bekrönte Mauer, den dahinter liegenden und den seitlich freistehenden Türmen, eine seit 1409 stark befestigte Stadt. Die beiden Schilde im Zentrum bilden zusammen das Wappen von Kursachsen. Rechts das sächsische Rautenkranzwappen in dem die schwarz-goldenen Balken auf die Hausfarben des askanischen Stammhauses verweisen. Der darüberliegende grüne Rautenkranz schmückt bereits 1262 das Schild des Stadtgründers Herzog Albrecht II. von Sachsen-Wittenberg. 1356 bestätigt Kaiser Karl IV. dem Herzog von Sachsen-Wittenberg die Kurwürde. Wittenberg wird kurfürstliche Residenz. Das Linke mit Schwertern belegte Schild steht für das mit der Kurwürde untrennbar verbundene Amt des Erzmarschalls des Römisch-Deutschen Reiches, das Rudolf l. nach Wittenberg bringt. Sowohl das sächsische Rautenkranzwappen als auch das Wappen mit den Kurschwertem werden nach dem Aussterben der Askanier im Jahr 1422 von den Wettinern weitergeführt.
Die Lutherstadt Wittenberg wurde zum Ende des 19. Jahrhunderts mehr und mehr zum Industriestandort. International agierende Unternehmen sowie eine breite Anzahl kommunaler und mittelständischer Betriebe, bestimmen die gegenwärtige Wirtschaftsstruktur. Die Lutherstadt Wittenberg bietet als Eisenbahnknotenpunkt, mit der Bundeswasserstraße Elbe, mit einer guten Straßenanbindung, einem modernen Klärwerk und einer ausgeprägten Ressourcenanbindung in den 5 Gewerbegebieten ein innovatives Ansiedlungsumfeld.
Erreichen kann man die Lutherstadt Wittenberg über die A 9 (Anschlussstelle 6 - Klein Marzehns, 7 - Köselitz und 8 - Coswig (Anhalt)). Die Bundesstraßen 2 und 187 kreuzen sich in Wittenberg. Südlich der Elbe enden die Bundesstraßen 100 und 182 an der 2. In Lutherstadt Wittenberg kreuzen sich die Eisenbahnlinien Berlin - Leipzig/ Halle - München (ICE-Halt im 2h-Takt) und Dessau - Falkenberg/ Dresden (Regionalverkehr, 1h-Takt); im Ortsteil Pratau zweigt die Nebenbahn nach Bad Schmiedeberg (Regionalverkehr, 2h-Takt) von der Hauptstrecke ab. Die Strecke Bad Schmiedeberg - Bad Düben sowie die Strecke nach Torgau sind stillgelegt und werden nicht mehr bedient. Durch die Lage an der Elbe verfügt die Lutherstadt Wittenberg über zwei Güterumschlaghäfen in Kleinwittenberg und Piesteritz, sowie zwei Anlegestellen für die Passagierschifffahrt.
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Dann schauen Sie sich am besten die offizielle Homepage von Wittenberg an: www.wittenberg.de
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