Selbst ernannte Moralapostel machen mobil

Direct-Date-Chef: „Wir rufen nicht zum Ehebruch auf!"

Gau Odernheim - 20.06.2008
Das Thema „Seitensprung" wird nicht in allen gesellschaftlichen Kreisen locker und unverkrampft gesehen, obgleich es längst nicht mehr zu den Tabuthemen unserer Gesellschaft zählt. Im Internet proben nun unter anderem religiös motivierte Nutzer den Aufstand und machen gezielt gegen so genannte Online-Seitensprung-Portale mobil. Auch die Plattform Direct-Date (www.direct-date.de), im deutschsprachigen Internetraum das größte Seitensprung-Netzwerk, bekommt die Kritik dieser Gruppierungen und Personen mittlerweile häufiger zu spüren.

„Sie äußert sich überwiegend in beleidigenden E-Mails mit zum Teil drohendem Charakter. Von denen erhalten wir inzwischen eine ganze Menge", beschreibt Direct-Date-Geschäftsführer Thomas Traegner die Lage. Die E-Mails gegen sein Online-Seitensprung-Netzwerk sind allerdings nicht immer religiöser Natur. Neben selbst ernannten Moralaposteln schimpfen auch mal Ehepartner, die sich vom Partner hintergangen fühlen, auf Anbieter wie Direct-Date. „Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut und jeder Mensch hat das Recht, seine Meinung auch uns gegenüber frei zu äußern. Dies sollte allerdings auf sprachlich adäquate Weise geschehen. Drohungen gehören nicht dazu und werden von uns auch nicht toleriert", betont Traegner.

Die Kritik kann Traegner jedenfalls nicht nachvollziehen. „Wir rufen nicht zum Ehebruch auf! Unser Netzwerk versteht sich lediglich als Angebot, das eine steigende Nachfrage bedient", stellt er klar. „Bei uns tummeln sich darüber hinaus nicht nur Verheiratete. Auch auf Partnersuche befindliche Singles gehören zu unseren Nutzern."

Weitere Informationen unter www.direct-date.de

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